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Heimatblätter aus der Bornaer Pflege
Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde der Bezirkslehrervereine Borna und Groitzsch - Pegau 1926 - 1931 |
Die Heimatblätter aus der Bornaer Pflege
Diese sechs Heimatblätter aus der Bornaer Pflege wurden zwischen 1926 und 1931 von der Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde der Bezirkslehrervereine Borna und Groitzsch-Pegau verfasst und herausgegeben. Sie sollten helfen, großen und kleinen Leuten in der Bornaer Pflege den Blick für ihre Umgebung zu schärfen, um ihnen so die Heimat immer lieber und vertrauter zu machen. Die Schulen der alten Amtshauptmannschaft Borna verfügten jeweils über einen Klassensatz aller Hefte und diese wurden teilweise bis 1950 im Unterricht verwendet. Es ist der Verdienst der Lehrer und Heimatforscher Liebig, Petermann, Rupert und Weber, dass es zur Herausgabe dieser Reihe kam. In den Heften werden die historische Vergangenheit, Volkskunde und Volkswirtschaft unserer Region aus der Sicht der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts vorgestellt.
Die Hefte wurden nach folgenden Gesichtspunkten gestaltet:
In je zwei Erzählungen wird auf anschauliche Weise die sorbische Landnahme im 8. sowie die Christianisierung im 10. Jahrhundert den Schülern nahe gebracht. Noch heute sind diese Geschichten für den Geschichtsunterricht zu empfehlen.
In diesem Heft wird eine Auswahl von Sagen vorgestellt, die bis Beginn des 20. Jahrhunderts zum lebendigen Brauchtum in unserer Region gehörten und von Generation zu Generation mündlich weitergegeben worden sind. Noch heute gibt es ältere Personen, die sie von ihren Eltern übernommen haben. Die Autoren haben Sagen ausgewählt, in denen ein direkter Bezug zu den Gemeinden des Bornaer Landes besteht.
Heft 3: Volkswirtschaft, Geologie und Naturkunde
Am Beispiel der Entwicklung von Handwerk und Fabriken werden die wirtschaftlichen Umwälzungen am Ende des 19. und beginnenden 20. Jahrhundert dargestellt. Die Palette erstreckt sich über die Herstellung von Gebrauchsgütern, Industrieartikeln bis hin zur Gewinnug von Bodenschätzen.
Feuersbrünste, Hungersnöte und Pest sind die großen Geiseln bis in die jüngere Vergangenheit. In 11 Erzählungen werden Ereignisse nacherzählt, die sich tief ins Bewusstsein der Bevölkerung eingegraben hatten.
Im Mittelpunkt der acht Erzählungen steht die Landwirtschaft und der Bauernstand. Von der Besiedlung im 12. Jahrhundert über Abgaben, Unterdrückung sowie dem Widerstand der Bauern dagegen, wird berichtet. Dazu gehört auch, wie man versuchte den Schankzwang zu umgehen oder nach welchen Regeln die Fluren zu bewirtschaften waren.
Das späte 19. und das 20. Jahrhundert war das Zeitalter der Industrialisierung. Doch es gab auch bemerkenswerte Ansätze, um Landwirtschaft und Gewerbe zu verändern. Aus dieser Sicht verdienen die Erzählungen im letzten Heft der Reihe besonderes Augenmerk, da sie noch für unsere heutige Zeit manche Anregung beinhalten.
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